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Start Presse 2010 Fragebogen ein Flopp

Fragebogen ein Flopp

Trotz Aufrufs in den Medien wurde die Frage­bo­gen­ak­tion zur Breit­band­ver­ka­be­lung n Fretter und Lenhausen regel­recht igno­riert? zum Ärger der jüngeren Gene­ra­tion beider Orte. 

Eine leistungsfähige Infrastruktur ist gerade im ländlichen Raum ein wichtiger Standortfaktor, verhindert die "Landflucht" und fördert somit eine zukunftsfähige Bevölkerungsstruktur. Sie hat auch positive Auswirkungen auf den Wert und die Vermietbarkeit von Immobilien und den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Ein wichtiger Baustein der Infrastruktur ist der Zugang zu einem leistungsfähigen Breitbandnetz mit mindestens 16 MB. Leider können viele ältere Menschen in den Dörfern der Umgebung mit derartigen Fakten nicht viel anfangen und der Weg nach Finnentrop zur Bürgerversammlung ist beschwerlich. Schlussfolgerung: "Was soll ich damit.... in meinem Alter brauche ich das nicht mehr." Spätestens beim Ausfüllen des Fragebogens scheidet der gute Wille, sind doch zu viele technische Details für die " nicht internetbegeisterten Senioren" ein Grund mehr den Kugelschreiber wieder aus der Hand zu legen.

Die Rücklaufquote war gravierend unterschiedlich. Ostentrop, Frettermühle und Deutmecke hatten eine Rückführungsquote von 73 Prozent, Schönholthausen und Müllen lagen bei 57. Fretter 16, und Lenhausen mit 18 Prozent dümpeln im Abseits. Doch wer möchte in den komenden Jahren nach Lenhausen ziehen, wenn es keinen leistungsfähigen Internetzugang gibt? Wer möchte in Fretter einen Betrieb übernehmen, wenn einer der wichtigsten Infrastrukturbausteine fehlt?

Da beide Orte doppelt so viele Haushalte habenwie Ostentrop und Umgebung, gab es nach gründlichen Recherchen folgenden Unterschied. Volker Theile (MGV) aus Ostentrop: "Wir haben mit dieser Problematik gerechnet, in einer Eigeninitiative stapelweise Formulare organisiert, ausgefüllt und sind persönlich bei allen vorbei gegangen und haben die Fragebögen erklärt und nur noch unterschreiben lassen."

Insbesondere die jüngeren Generationen in Lenhausen und Fretter sind verärgert über die egoistische Einstellung der älteren Mitbewohner. Eine Wiederholung der Aktion in beiden Ortschaften mit Bürgerversammlung vor Ort zur Klärung der Fakten und anschließender Unterschriftensammlung wäre für viele wünschenswert.