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Start Presse 2010 Schützen "jubilieren" in Fretter

Schützen "jubilieren" in Fretter

In Fretter ging am Woche­n­ende die Schüt­zen-Post ab. Es wurde alles gefeiert, was eine Schüt­zen­bru­der­schaft feiern kann, vom 150-jährigen Jubi­läum über Ehrungen und Kaiser­schießen bis zum Jahr­hun­dert-Festzug am Sonntag.

Burkhard und Brigitta Hömberg wurden am Samstag als Kaiserpaar verabschiedet, denn die Nachfolger auf dem Kaiserthron sind Diethelm Schulte und seine Frau Elisabeth. Eine Familie mit Kaisertradition, denn die Familienangehörigen Josef Pott (1960) und Paul Tolle (1985) brachten bereits schon einmal den Kaiserorden mit nach Hause. Dieser wurde Diethelm Schulte am Samstagabend in der Schützenhalle verliehen. Der 62-Jährige spielte jahrelang Fußball und singt im MGV. Zwei Töchter und zwei Enkelkinder halten ihn auf Trab.

Insgesamt gab es 16 schussfeste Anwärter, von denen sich letztendlich fünf ernsthafte Bewerber einen spannenden Wettbewerb an der Vogelstange lieferten. Friedrich Wilhelm Gerk (Krone) und Norbert Hümmler (Zepter) konnten sich beim Preisschießen die ersten Bierrunden für den Abend sichern. Gerk schoss beim 65. Schuss den Vogel bis auf einen Bruchteil samt Schraube. Diethelm Schulte erwischte im nächsten Anlauf zielsicher den Rest. Er wandert gerne mit Frau Elisabeth, deshalb wird das neue Kaiserpaar während der fünfjährigen Amtszeit im Festzug allen einen Schritt voraus sein. Die Fretteraner genossen jede Minute mit dem Musikzug Oedingen und den "Lennebuben" beim Tanz und Unterhaltungsprogramm in den Abendstunden. Eingeladen waren auch die angrenzenden Nachbarorte, Ehrengäste und zu ehrende Jubilare. Dies waren für 60 Jahre: Siegfried Corte, Josef Deitenberg, Josef Melcher, Ferdinand Müller und Alfons Rademacher; 50 Jahre: Winfried Barthelmey, Heinz-Josef Bitter, Adolf Börger, Norbert Hömberg, Heinrich Hümmler, Hermann Kappen, Norbert Kramer, Franz Sasse, Paul Schürmann, Werner Schulte, Franz-Josef Schulte-Henke; Alfred Reuter ist 40 Jahre dabei; Otto Abramzik und Kurt Hüppe werden auf Grund ihres hohen Alters in der kommenden Woche für 80 und 70 Jahre Vereinszugehörigkeit vom Vorstand zu Hause geehrt.

Vollsperrung des Dorfes

Am Sonntag startete das Festprogramm bei Vollsperrung des gesamten Dorfes mit einem grandiosen Festzug, den man auch die nächsten 150 Jahren nicht vergisst. Schützenhilfe gab es aus den Nachbarorten und den 14 geladenen Gastvereinen aus der Umgebung.

Mit Pauken und Trompeten wurde Fretter nicht nur vom Oedinger Musikzug und den Schönholthausern beschallt, auch die unterschiedlichen Corps und Spielmannszüge, unter anderem aus Elspe, Serkenrode oder Rönkhausen, sorgten für die passende Musik. 14 Gastvereine waren geladen, um mit den Fretteranern zu feiern und bildeten den längsten Festzug (1,5 km) dieser bisherigen Schützenfest-Saison. Die Stadtkapelle war aus Betzdorf für ein "Ständchen" angereist .

Montagmorgen trafen sich die Schützen nach dem Feiermarathon der letzten zwei Tage zum traditionalen Schießen ? in der Königsdisziplin. Der Auftakt zum großen Finale an der Vogelstange krönte nicht nur den Montag, sondern nach einer guten Stunde auch den neuen König. Beim 62. Schuss konnte sich Walter Rosenthal gegen die sensationelle Mitbewerber-Zahl von immerhin 13 begeisterten Konkurrenten durchsetzen. Der 53-jährige Industriekaufmann kürte seine Frau Christa zur "First Lady" der Schützen. Wandern, Radfahren und das Vereinsleben zwischen Doppelkopf und Schützenverein sind des Königs Freude. Auch an diesem Tag war der hartgesottene Vogel schön und zäh und hielt sich lange an der Schraube fest.

Ludger Rüssmann (Krone) und Alfons Habbel (Zepter) überzeugten beim Preisschießen. Am Spätnachmittag wurden die neuen Regenten im Montagsfestzug durch den Ort zur Schützenhalle geleitet.