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Wasser steht stets bis zum Hals

Vor elf Jahren bekam Therese Spreemann ein besonderes Rezept verschrieben.

„Aufgrund meiner Rückenprobleme empfahl mir der Doktor, öfter schwimmen zu gehen.“ Der 87-Jährigen stand allerdings ein gewaltiges Problem im Wege – sie konnte nicht schwimmen. Das kann sie bis heute nicht. Was sie aber nicht davon abhält, sich mit Wassergymnastik fit zu halten.

„Ich glaube, es war das Jahr 1948. Da war ich mal auf Norderney und bin wenige Meter ins Meer hinein gegangen“, erzählt Spreemann. Das war für die lebenslustige Seniorin der bis dahin einzige Ausflug ins kalte Nass. Sie erfuhr, dass die Wasserfreunde Finnentrop neben sportlichen Wettkämpfen auch einige Gymnastik- und Fitnesskurse anbieten.

Im Lehrschwimmbecken in der St. Matthias Grundschule in Fretter wird zweimal in der Woche das Prinzip von „Gesundheit und Wohlfühlen“ in die Tat umgesetzt. Petra Hüttemann, Cordula Jopke und Martina Adams wachen als Übungsleiterinnen im Auftrag der Wasserfreunde Finnentrop darüber, dass die sportlichen Aktivitäten korrekt umgesetzt werden.

Seit elf Jahren mit dabei: Nichtschwimmerin Therese Spreemann. „Seitdem geht es mir viel besser“, sagt die Seniorin. Sie achtet darauf, dass ihr das Wasser bei den Übungen nur bis zum Hals steht. „Ich will das Schwimmen auch nicht mehr lernen. Die Übungen kann ich auch so mitmachen.“

Neben Therese Spreemann treibt auch Irmgard Kremer regelmäßig Sport im kühlen Nass des Schwimmbads in Fretter. Seit mehr als 40 Jahren ist die 84-Jährige hier Dauergast. „Ich habe schon als Kind in meiner Heimat Breslau schwimmen gelernt und war froh, als endlich hier in Fretter ein Schwimmbad gebaut wurde. Schwimmen ist das Beste, was man den Knochen bieten kann“, sagt Kremer.

Irmgard Kremer ist auch außerhalb des Beckens aktiv, geht gerne an der frischen Luft spazieren. „Leider bekomme ich da schlecht Luft, die Sauerländer Berge stehen mir im Weg. Aber im Wasser bin ich flink wie ein Fisch.“

Übungsleiterin Petra Hüttemann freut sich mit der gesamten Gymnastikgruppe über den Elan der Seniorinnen. „Eigentlich schade, dass die Gruppen sich immer nur aus weiblichen Teilnehmern zusammensetzen. Schwimmen tut auch Männern gut“, sagt Hüttemann.

Quelle: Sauerlandkurier