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Start Presse 2013 Rotes Band ersetzt Herren - Seniorentanzkreis Fretter feiert 30-jähriges Bestehen

Rotes Band ersetzt Herren - Seniorentanzkreis Fretter feiert 30-jähriges Bestehen

Sophie Merschkötter war es, die den Satz von Kirchenvater Augustinus damals in die Tat umsetzte: Dem Aufruf „Mensch lerne tanzen – sonst wissen die Engel im Himmel nichts mit dir anzufangen“ folgten in Fretter über 20 Männer und Frauen. Das war vor 30 Jahren. So alt ist der Seniorentanzkreis Fretter mittlerweile, der am kommenden Dienstag Geburtstag feiert.
Der Seniorentanzkreis verlor vor 30 Jahren schnell an Mitgliedern. „Die Männer haben sich leider schnell verkrümelt“, erinnert sich Elisabeth Hümmler, Davon ließen sich die 86-Jährige, die vor zehn Jahren das Amt der Tanzkreisleiterin von Magdalene Büdenbender aus Rönkhausen übernahm, und ihre weiblichen Tanzkolleginnen jedoch nicht beirren, denn: „Es geht ja nicht nur um Tanz und Bewegung. Das Einüben der Schrittfolgen ist auch gut für das Gehirn und das Zusammensein bereitet uns allen viel Freude.“
In der Tat: Der Seniorentanzkreis steht für Aktivität und steht für einen neuen, „bewegenden“ Lebenssinn. Und so haben die Seniorinnen auch den Rückzug männlicher Tänzer problemlos kompensiert: Ein Tanzpartner trägt ein rotes Band und symbolisiert somit den (fehlenden) männlichen Part.
Und das war nicht die einzige Hürde, die die Tänzerinnen schnell und erfolgreich nahmen. „Bisher gab es vom Katholischen Bildungswerk einen Zuschuss. Der wurde jetzt gestrichen“, berichtet Hümmler – um trotzig hinterherzuschieben: „Wir machen trotzdem weiter.“
Die 86-Jährige, die beim Bildungswerk als „Veranstaltungsleiterin“ gemeldet war, freut sich, dass Ursula Eickhoff aus Oberelspe seit zehn Jahren im Pfarrheim in Fretter für Abwechslung in Sachen Tanzschritte sorgt.
Am Dienstag, 17. September, werden die Frauen das 30-jährige Bestehen der selbst geschaffenen Wiederbelebung von eigenen Kräften in geselliger Runde begehen, Kaffee und Kuchen inklusive – allerdings erst im Anschluss an eine Tanzstunde.

Quelle: Sauerlandkurier