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Start Presse 2012 Jan Heimes steigt beim SV Fretter als Trainer ein

Jan Heimes steigt beim SV Fretter als Trainer ein

Im Hintergrund war das Kreischen einer Säge zu hören. Das ist kein gutes Zeichen, wenn man am anderen Ende der Telefonleitung einen Fußballtrainer hat. Doch Entwarnung: Niemand sägt an Jan Heimes’ Trainerstuhl. Im Gegenteil. Heimes (36) steigt in der kommenden Saison erst ein. Er wird im Juli Trainer des A-Kreisligisten SV Fretter. Ein neues Gesicht in dieser Klasse.
Und die Säge? Die ist harmlos und gehört zu seinem Alltag. Denn Jan Heimes ist selbständiger Zimmerermeister.
Nun ist der Vorstand des SV Fretter also fündig geworden. Die Nachfolge für Effe Korte, der 2012/13 den SV Arpe übernimmt, ist geregelt. „Wir haben Wert auf einen Spielertrainer gelegt,“ berichtete Volker Bockheim, Geschäftsführer des SV Fretter, „aber die sind nun mal rar gesät.“
Also schauten sich die Verantwortlichen in den eigenen Reihen um und landeten einen Treffer. „Jan bringt alles mit, was man haben muss,“ ist Bockheim überzeugt, „das passt wie der Deckel auf den Topf.“
Heimes kennt den SV Fretter in- und auswendig, hat dort alles trainiert, was gegen einen Ball tritt. „Ich kenne die Spieler alle, sie kennen mich,“ sagt er, „es ist eine Bauch-Entscheidung. Mein Entschluss war schon klar, während ich noch mit dem Vorsitzenden telefoniert habe.“
Auch das Umfeld ist ihm vertraut. Heimes ist im Dorf aktiv, unter anderem im Schützenverein. Doch als Trainer des Fußball-Aushängeschilds wird er stärker im Fokus stehen als bei seiner Tätigkeiten in den Jugendmannschaften. Heimes: „Mir ist bewusst, dass ich demnächst öfter Rede und Antwort stehen muss.“
Aber, welche Überraschung: Ein Fretteraner ist Jan Heimes dennoch nicht. „Ein Ur-Deutmecker,“ so klärt er auf. Was ein Gütesiegel ist, denn der Nachbarort ist ein Nest guter Fußballer. So stammen die Kremer-Brüder dorther, wie Finnentrop/Bamenohls Trainer Mathes Kremer.
Herkunft, Qualifikation, Insiderwissen - all das sind gute Faktoren. Aber sie werden Jan Heimes noch nicht weiterhelfen bei dem einen großen Wunsch, nämlich, dass der SV Fretter die Kreisliga A hält. Darauf hat er keinen Einfluss.
Aber er ist guter Dinge: „Die Mannschaft hat mehr Potenzial, als es die Tabelle aussagt.“ Die Heimniederlagen waren knapp, drei der vier endeten mit 1:2. Wo es hakt, ist in den Auswärtsspielen. Die Bilanz ist mit 3 Punkten und 4:33-Toren aus 8 Spielen miserabel.
Das ist auch damit zu erklären, dass Nicolas Klauke die gesamte Hinrunde studienbedingt ausfiel, und Andre Hellweg die halbe Serie. Klauke kommt wieder. Was Bockheims Zuversicht nährt: „Letztes Jahr haben wir auch eine sehr gute Rückrunde gespielt. Ich rechne mir gute Chancen aus, dass wir es schaffen.“