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Start Presse 2012 Neun Skiläufer des SC Fretter wagen das Inferno-Rennen

Neun Skiläufer des SC Fretter wagen das Inferno-Rennen

Das Inferno Skirennen mit 1850 Teilnehmern ist das größte Ski Event der Welt und fand zum 69. Mal im Berner Oberland in Mürren statt. Neun Athleten des Skiclubs Fretter wagten es. Ein überragender Mario Tolle belegte in der Gesamtwertung den 125. Platz in einer Zeit von 12:16,08 Minuten, zudem kam er in seiner Altersklasse Senioren 1 auf den 44. Rang von 558 Klassierten. In der Länderwertung war dies der 9. Platz von 441 deutschen Teilnehmern. Den zweiten und dritten Rang belegen seine Rivalen Andreas Müller (13:21,8) und Heinz Neuhäuser (13:43,4).
Desweiteren starteten Jan-Lucas Bitter (13:51,9), Wolfgang Neuhäuser (15:30,2), André Heimes (14:21,5), Ali Reuter (15:35,6) und Stephan Tolle (16:01,5). Nicht gestartet ist Björn Sager, der am Rennstresssyndrom erkrankt war.

Start ist auf dem 2790 Meter hohen Schilthorngipfel, das Rennen endet, wenn das Wetter es erlaubt, im 800 Meter hoch gelegenen Lauterbrunnen. Es ist ein Alpines Skirennen, bestehend aus einer Abfahrt mit Gegensteigungen und langen Ziehwegen, die Höhendifferenz ist 1990 Meter, die Länge 14,9 Kilometer.
In diesem Jahr schneite es durch und es lag fast ein Meter Neuschnee. Der Start wurde wegen akuter Lawinengefahr vom Schilthorn auf den Allmendhubel (1907 Meter) verlegt und die Strecke wurde somit fünf Kilometer kürzer.
In den Spitzkehren musste man höllisch aufpassen, dass die ausgefahrene Spur einen nicht aus der Piste katapultiert. Nicht jeder der Rennfahrer hatte das Glück, diese unbeschadet zu passieren.
Das Präparationsteam hatte somit alle Mühe, die Rennstrecke herzurichten. Nach mehreren Unterbrechungen während des Rennens konnten die Skifahrer aus Fretter, eine Stunde später als geplant, durch die Zeitmessung springen und sich gegen die Cracks aus der Schweiz behaupten. Mario Tolle: „Sobald das Zeichen zum Start fällt, so fällt auch die Anspannung von einem ab.“
Trotz allem aber waren die neun Athleten vom Skiclub Fretter hoch motiviert und erreichten fast alle ohne Sturz das Ziel. „Eigentlich schade, dass wir nicht von ganz oben starten konnten,“ bedauerte Tolle nachher, „denn die schönsten Abschnitte fehlten. Der Starthang und das Kanonenrohr haben es in sich. Hier erreicht man gut seine 120 Stundenkilometer und man kann an Zeit gut machen.“
An den Tagen vor dem Rennen ging es zur berühmten Lauberhornabfahrt nach Wengen wo eine Woche zuvor der Weltcup in der Abfahrt bestritten wurde.
Hier, wo die Profis am Haneggschuss eine Spitzengeschwindigkeit von 145 Stundenkilometer erreichen, am Hundschopf Sprünge bis zu 50 Meter möglich sind, wurde noch ein wenig trainiert und an der Technik gefeilt, um am Renntag bestens vorbereitet zu sein.
Erfreulich auch, dass alle Starter des Skiclubs Fretter die Differenz zum Gesamtsieger Samuel Imhof aus der Schweiz (10:40,93 Minuten) so gering hielten, das alle die Auszeichnung Silber oder Bronze erhielten und somit allen ein Startplatz im Jahr 2013 sicher ist.
Der SC Fretter weist darauf hin dass sich Skisportbegeisterte sich auf der Internetseite www.inferno-muerren. ch über dieses Event informieren können.